Der Übergabe der Tora geht folgender Vers voraus: „Und Mosche stieg zu G‑tt hinauf, und der Ewige rief ihm vom Berg herab zu und sprach: ‚So sollst du zum Hause Jakob [den Frauen] sagen und den Söhnen Israels [den Männern] verkünden.‘“1

Raschi erklärt, dass man Frauen die Tora auf sanfte Weise lehren sollte, wobei man das Positive und die Belohnungen für die Einhaltung der Tora und der Mizwot hervorheben sollte. Zu den Männern hingegen soll man streng sprechen und ihnen die Strafen für die Nichtbefolgung der Tora und der Mizwot darlegen.

Warum gibt es diesen Unterschied zwischen Frauen und Männern, wenn es um die Vermittlung der Tora geht? Warum sagt G-tt zu Mosche, er solle zuerst zu den Frauen und erst danach zu den Männern sprechen?

Die Frau nimmt im jüdischen Leben einen besonderen Platz ein. Der Großteil der Fürsorge und Erziehung der nächsten Generation liegt in ihren Händen. Sie ist auch das Rückgrat des jüdischen Haushalts. Wenn sie möchte, dass ihr Haushalt koscherer wird, wird er es auch sein. Wenn sie möchte, dass es frommer ist, wird es das sein. Die Zukunft und das Judentum ihrer Familie liegen in erster Linie in ihren Händen.

Es liegt auf der Hand, dass G‑tt die Frauen zuerst mit ins Boot holen möchte, weil so viel von ihnen abhängt. Sie müssen sich in der Tora und den Mizwot auskennen, damit sie zu Hause eine jüdische Atmosphäre schaffen können.

Nach jüdischer Tradition sind Frauen von Natur aus spirituell und G‑tt nah. Sie brauchen keine harten Worte, um davon überzeugt zu werden, das zu tun, was sie als richtig empfinden. Harte Worte würden nur den gegenteiligen Effekt haben und dazu führen, dass sich die Frauen verschließen und unempfänglich werden.

Dies ist auch eine Lektion für Männer. Der Erfolg Ihres Zuhauses hängt von Ihrer Beziehung zu Ihrer Frau ab, und diese hängt davon ab, wie Sie sich entscheiden, mit ihr zu sprechen.

Ein erfolgreiches jüdisches Zuhause wirkt sich auf die Familie, die Gemeinde, die Juden und letztlich auf die ganze Welt aus. Die Kraft eines jüdischen Zuhauses ist die Kraft der jüdischen Frau.

Gewidmet den Shluchos, zu Ehren des Kinus Hashluchos.