Behar-Bechukotai
Lieber Leser,
die dieswöchige Sidra enthält Anweisungen über das siebente Jahr, das Schmitta-Jahr, während dessen das Land nicht gepflügt, besät oder irgendwie bebaut werden darf. Gewiss, in der Praxis gehen die Vorschriften über Schmitta nur im Heiligen Lande an. Zwar mag so - wie vielfach bei Tora und ihren Mizwot - die tatsächliche Erfüllung dieser Anordnungen zeitlichen und räumlichen Beschränkungen unterliegen; was jedoch ihr inneres Wesen angeht, sind sie allumfassend, zeitlos und unbeschränkt.
Die tiefere Idee von Schmitta ist diese: Wir kennen keinen "Dualismus" von Materie und Geist; jede derartige Begriffsbildung ist abzulehnen. Die Tora lehrt uns, gerade im Gegenteil, dass es keine Trennung zwischen dem Geistige und dem Körperlichen gibt, dass es somit keinen Bereich des menschlichen Lebens gibt, aus dem G-tt ausgeschlossen werden könnte.
Darin liegt die tiefere Bedeutung der Einheit G-ttes, so wie wir Juden sie täglich (im Schma-Gebet) bekunden, und die wir angehalten sind, unseren Kindern einzuschärfen. Das ist in der Tat die Grundlage einer wahren jüdischen Erziehung, nämlich diese Überzeugung unseren Kindern beizubringen, diesen Glauben an G-ttes Einheit.
Chasak, chasak wenitchasek
Schabbat Schalom
Im Gegensatz zu anderen Wissenschaften geht es beim Studium der Tora nicht darum, Wissen anzuhäufen. Im Gegensatz zu anderen Selbsthilfebüchern und religiösen Handbüchern geht es bei der Tora nicht nur darum, zu lernen, „wie“ man...
Wie kann es sein, dass zwei Menschen dasselbe Ereignis miterleben, aber unterschiedliche Aussagen darüber machen?
Unsere Lebenserfahrungen sind nicht zufällig, sondern bedeutsam - zu wichtig, um durch bloßen Zufall geregelt zu werden.
Lag Baomer ist der Todestag von Rabbi Schimon bar Jochaj. Mit ihm begann die Offenbarung der inneren Dimensionen der Thora, die jüdische Mystik. Er verfasste das Buch Sohar, das Grundwerk der Kabbala und Quelle tiefgründiger Geheimnisse der Thora, welches im Wesentlichen die Beziehung des Menschen und der Welt zu G-tt behandelt.
Technisch gesehen kann man rohe Johannisbrotkapseln knabbern, aber das ist mühsam und nicht gerade angenehm.
